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ESF-Programm „Schulerfolg sichern“- Schulsozialarbeit

Mehr erfolgreiche Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt

Das politische Ziel, die Schulabbrecherquote zu senken, wird in Sachsen-Anhalt seit dem Schuljahr 2008/2009 mit dem Programm „Schulerfolg sichern!“ verfolgt, das von der Europäischen Kommission mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ermöglicht wird.

Das Land Sachsen-Anhalt gewährt im Rahmen des Programms auf Grundlage der entsprechenden Förderrichtlinie Zuwendungen für Maßnahmen zur langfristigen Sicherung des Schulerfolgs. Die Verringerung und Verhütung des vorzeitigen Schulabbruchs und die Förderung des gleichen Zugangs zu Bildung stehen im Zentrum der Förderung. Die geförderten Maßnahmen sollen so eingesetzt werden, dass sie sich möglichst ergänzen und durch Zusammenwirken in ihrer jeweiligen Zweckbestimmung verstärken. Zur Erfüllung des Zuwendungszweckes werden vom 01.08.2015 bis zum 31.07.2023 Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF) und Mittel des Landes Sachsen-Anhalt in einer Gesamthöhe von ca. 118 Mio. EUR eingesetzt.

Gefördert werden:

a) regionale Netzwerkstellen,

b) bedarfsorientierte Schulsozialarbeit und

c) die Unterstützung, Beratung und Begleitung der Projektträger.

 

Das heißt konkret:

  • Insgesamt 14 regionale Netzwerke gegen Schulversagen sind aktiv, die örtliche Beratungs- und Unterstützungsangebote entwickeln, vernetzen und nachhaltig umsetzen. Aufgabe der Netzwerkstellen ist es, unter Einbeziehung von Kindertagesstätten, Schulen , Schulträgern, Schulaufsicht, kommunalen Einrichtungen, öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, Familienberatungsstellen und weiteren Akteuren in der jeweiligen Region frühzeitig bei drohenden bzw. aufgetretenen Schulproblemen von Kindern und Jugendlichen tätig zu werden.
  • Förderschwerpunkt sind sozialpädagogische Projekte der bedarfsorientierten Schulsozialarbeit an Schulen aller Schulformen. Bei der Schulsozialarbeit im Rahmen dieses Programms geht es um den Ausgleich sozialer Benachteiligung und die Überwindung individueller Hindernisse. Schulsozialarbeit ist ein eigenständiges Handlungsfeld der Jugendhilfe, die mit der Schule in formalisierter und institutionalisierter Form kooperiert. Schulsozialarbeit bedarf insbesondere der Unterstützung durch die Lehrkräfte, weil nur dort, wo Lehrkräfte und sozialpädagogisches Personal konstruktiv, partnerschaftlich und dialogisch zusammenarbeiten, die Ziele der Schulsozialarbeit verwirklicht werden können. Dazu wendet die Schulsozialarbeit Methoden und Grundsätze der Sozialen Arbeit auf das System Schule an. In diesem Sinne unterstützt die Schulsozialarbeit die Schule bei der Verwirklichung ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages und die Eltern bei der Wahrnehmung von Erziehungsaufgaben.
  • Gefördert wird auf Landesebene die fachliche Unterstützung, Beratung und Begleitung der Projektträger der beiden anderen Ebenen (Netzwerkstellen und bedarfsorientierte Schulsozialarbeit).

Koordiniert wird das Programm von der Regionalstelle der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Adressen, Informationen und weitere Hinweise zum Programm findet man unter:

http://www.schulerfolg-sichern.de

http://www.bildung-lsa.de/themen/schulerfolg_sichern_.html

Förderrichtlinie: RdErl. des MK vom 15.12.2014 (MBl. LSA 2015, S. 179)

 

Im Auftrag des Landtages Beschluss DS 7/3755 durch Beschluss vom 19.12.2018 erarbeitet das Ministerium für Bildung ein langfristiges Landesprogramm zur Fortführung der Schulsozialarbeit ab dem Schuljahr 2020/2021, das eine nachhaltige Finanzierung ermöglicht. In diesem Rahmen werden bei der Erarbeitung des Konzeptes die Projektträger, die landesweite Koordinierungsstelle, die 14 regionalen Netzwerkstellen sowie die Kommunen beteiligt. Ziel ist es, im II. Quartal 2019 einen Zeitplan zur Weiterführung der Schulsozialarbeit vorzulegen und den zuständigen Landtagsausschüssen vorzustellen.

 

Kontakt

  • Bewilligungsbehörde
    Landesverwaltungsamt
  • Aufsicht und konzeptionelle Zuständigkeit:
    Ministerium für Bildung

 

 

Bei Fragen  steht auch die zentrale Koordinierungsstelle zur Verfügung:

 

Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Otto-von-Guericke-Straße 87a

39104 Magdeburg

Tel. : +49 (0)391 - 56 28 77 – 17

http://www.dkjs.de/sachsen-anhalt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ministerium für Bildung 2019

E-Mail an: Referat 24