Hinweise zur Deutschen Gebärdensprache (DGS) und zum Gebärdensprach-dolmetschen

Die Deutsche Gebärdensprache wird gem. Abschnitt 1 § 14 des Gesetzes des Landes Sachsen-Anhalt zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz - BGG LSA) vom 16.12.2010 (GVBl. LSA S. 584) von allen öffentlichen Stellen des Landes als Kommunikationsmittel gehörloser, hörbehinderter und stummer Menschen anerkannt. Die Behörden haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten und des Bedarfs die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Die Verordnung zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen in der öffentlichen Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt (Behindertengleichstellungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt - BGGVO LSA) wurde am 23.02.2012 (GVBl. LSA S. 71) veröffentlicht.

Personen, die als Sprachmittler zwischen der deutschen Lautsprache und der Gebärdensprache tätig werden, können bei entsprechenden Voraussetzungen gem. § 3 des Dolmetschergesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (DolmG LSA) vom 16.12.2009 (GVBl. LSA S. 702) eine staatliche Anerkennung durch das Kultusministerium, eine allgemeine Beeidigung und öffentliche Bestellung durch die zuständige Präsidentin oder den zuständigen Präsidenten des Landgerichts erhalten.

Die Dolmetschereignungsverordnung (DolmEigVO) vom 11.06.2010 (GVBl. LSA S. 358) regelt das Verfahren für den Nachweis der fachlichen Eignung für das Gebärdensprachdolmetschen analog der staatlichen Anerkennung für das Übersetzen und Dolmetschen für gerichtliche, behördliche und notarielle Zwecke.

Hinweis zum anerkannten Studiengang in Sachsen-Anhalt für das Gebärdensprach-dolmetschen an der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH)

Gebärdensprachdolmetschen - Regelstudienzeit 8 Semester (zulassungsbeschränkt, besondere Zulassungsvoraussetzungen)

Abschluss - Bachelor of Arts (B.A.)

Weitere Informationen sind erhältlich in der Allgemeinen Studienberatung der Hochschule Magdeburg-Stendal, Breitscheidstr. 2 Haus 2 in 39114 Magdeburg, Telefon (0391) 886 4106.

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