Hinweise zur Bestätigung von Übersetzungen

Nach § 9 Absatz 1 des Dolmetschergesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 16.12.2009 (GVBl. LSA S. 702) sind öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Übersetzerinnen und Übersetzer verpflichtet, die Richtigkeit und Vollständigkeit der von ihnen angefertigten Übersetzungen zu bestätigen (1). Dabei ist die Bestätigung gemäß § 9 Absatz 2 des Dolmetschergesetzes wie folgt anzubringen:

  • Die Bestätigung ist auf die Übersetzung zu setzen.
  • Ort und Tag der Bestätigung sowie Unterschrift und Stempel(2) der Übersetzerin oder des   Übersetzers müssen enthalten sein.
  • Es ist kenntlich zu machen, wenn nur ein Teil einer Urkunde übersetzt worden ist.
  • Auffälligkeiten der übersetzten Urkunde, wie z. B. unleserliche Worte, Änderungen und Auslassungen, sind zu vermerken, sofern sich dies nicht aus der Übersetzung ergibt.

Für die Gestaltung der Stempel wurden gemäß Nr. 11 des RdErl. des Kultusministeriums vom 28.07.2010 (MBl. LSA S. 464) „Allgemeine Beeidigung und öffentliche Bestellung von Übersetzerinnen, Übersetzern, Dolmetscherinnen und Dolmetschern“ einheitliche Vorgaben geschaffen:

  • Nach § 9 Absatz 2 des Dolmetschergesetzes muss die Übersetzungsbestätigung den Stempel der Übersetzerin, des Übersetzers, der Dolmetscherin, des Dolmetschers enthalten. Es sollen einheitliche Rundstempel mit einem Durchmesser von 4 cm verwendet werden, bei denen in der Umschrift die Bezeichnung nach § 5 Absatz 5 DolmG LSA angebracht ist und in der Mitte des Kreises Name und vollständige Anschrift der Übersetzerin, des Übersetzers, der Dolmetscherin, des Dolmetschers enthalten ist.
  • Erbringt die Antragstellerin oder der Antragsteller eine vorübergehende Dienstleistung im Land Sachsen-Anhalt, ist in die Umschrift des Rundstempels die Berufsbezeichnung des Herkunftsmitgliedstaates aufzunehmen. Es sind in der Umschrift alle Sprachen anzuführen, für welche die Beeidigung erfolgt ist. Ist dies wegen Platzmangels nicht möglich, kann für jede Sprache ein geeigneter Stempel geführt werden. Die geführten Stempelabdrucke sind der nach § 2 des Dolmetschergesetzes zuständigen Behörde zu überreichen.`

Die zuständige Präsidentin oder der zuständige Präsident des Landgerichts übt die Kontrolle darüber aus, dass die im Stempelabdruck enthaltenen Angaben mit dem Inhalt der bei ihr oder ihm geführten Dolmetscherakte übereinstimmen.

 

(1) "Die hierfür zu verwendenden Begriffe lauten "Bestätigung" und "bestätigen"."

(2) "Der Stempel hat eine vorgeschriebene runde Form = Rundstempel, nicht zu verwechseln mit einen "Siegel"."

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